Bad Blood

RPG & Forum zur Serie Vampire Diaries


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1 Seth - Monolog & Vorgeschichte am So März 16, 2014 8:02 pm

Petrova Doppelgänger
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Sethereth




Sie hatte sehr lange daran geglaubt, dass das Schicksal sich mit ihr einen Scherz erlaubt hatte. Sie war geworden, was sie eigentlich nie hatte werden sollen, es aber hätte müssen. Alles nur, um zu überleben.

Das Schicksal hatte ihr die Chance gegeben, sich zu wehren. Für den Kampf, hatte es ihr die nötigen Fähigkeiten gegeben.

Starke Arme, um einen Schwert führen zu können.
Scharfe Klauen, um die Gegner damit festzuhalten.
Scharfe Zähne, um sich fest zu beißen.
Kraft, um dem Gegner überlegen zu sein.
Zähigkeit um alles zu überstehen -  und sei’s auch das Ende der Welt!

Doch als Gegenzug schien ihr dafür auch gleichzeitig etwas genommen worden zu sein.
Denn ein Krieger war nur so lange so gut wie er konnte, solange er einsatzfähig war. Und deshalb hatte ein Krieger alleine zu sein.

Liebe, war eine Schwäche, was er sich niemals leisten konnte. Zuneigung war im Gesamtkonzept nicht vorgesehen, genau so wenig, wie Glück oder Vertrauen, Freundschaft schon gar nicht.
Sie sollte das tun, wozu sie gemacht worden war. Kämpfen, besser sein als alle andere um dann das zu werden, wofür das Schicksal sie auserkoren hatte.

Eine Anführerin, gnadenlos, effizient, ohne Reue, ohne Emotionen – das perfekte Werkzeug!

Und beinahe… wäre sie genau das geworden. Beinahe hätte das Schicksal gewonnen.

Hätte es sie nicht in einen fernen Ort namens Rainbow Valley verschlagen. Hätte sie dort nicht gelernt, was es hieß zu fühlen, zu lachen, Spaß zu haben, all die Emotionen anzunehmen, die sich ihr boten und sich selbst aus dem Spiel zu nehmen.

Sie hatte sich verändert, weil sie es wollte. Sie hatte dem Schicksal die Stirn geboten, wohl wissend, dass sie DIESEN Kampf niemals würde gewinnen können. Sie würde es aber ihr ganzes Leben, und das war verflucht lang, hatte man die Ewigkeit vor sich, wieder und wieder versuchen, niemals müde werden, ihr Leben so zu leben wie sie wollte, nicht wie sie sollte!

Sie hatte Freunde gefunden, hatte gelernt, dass Freund nett zu ihr waren, freundlich zu ihr waren, wenn sie es auch war. Hatte festgestellt, dass sie etwas zurückbekam, wenn sie etwas gab. Auch wenn ihr das immer reichlich schwer fiel, agierte sie doch so komplett wider ihre Natur.

Damals, als sie noch ein Mensch war, hatte sie anders geheißen, war unter einem anderen Namen geboren, als den, den sie jetzt trug. Doch als das Schicksal sie geformt hatte, zu dem was sie heute war und in aller Ewigkeit sein würde, hatte sie einen neuen gebraucht. Der alte Name war mit ihrem alten Leben gestorben, er wurde ihrer Art der sie jetzt angehörte, einfach nicht mehr gerecht. Und so hatte sie sich selbst neu benannt.

Ihr jetziger Name trug all das, was sie ausmachte, in sich. Hatte ein starker Name sein müssen, unbeugsam, unzerstörbar. Ein Name war ihr sofort in den Sinn gekommen, so durften ihre Freunde sie heute auch nennen. Doch für den vollen Namen war er zu kurz gewesen, es hatte einfach etwas gefehlt.

Und so hatte sie den Namen einfach erweitert, ihn praktisch verlängert - und damit einzigartig gemacht.

Für ihre Freunde war sie: Seth.
Ihr voller Name lautete: Sethereth.

Einen Nachnamen hatte sie damals nicht für nötig erachtet, doch in dieser neuen Zeit war es unabdingbar, dass sie einen brauchte. Und so hatte sie sich einen nach langem Überlegen zugelegt. Einen, der ihrer Natur Zeugnis ablegte. Sie hatte grinsen müssen, als ihr klar geworden war, dass so ein Nachname einer Walküre würdig war, mehr als es ihr zu Anfang sogar klar geworden war.

Sie hatte sich selbst an einer alten Sprache versucht. Ihr Nachname war so passend.
Gladio-Velatos, was soviel hieß wie Schwerträgerin.

Sethereth Gladio-Velatos

der hatte ihr gefallen! Zudem sie schon immer etwas für Latein übrig gehabt hatte. Eine schöne, harte, wenn auch leider inzwischen tote Sprache.

Es war dann durch einen Unfall passiert, dass sie den einzigen Ort, wo sie sich je heimisch gefühlt hatte, hatte verlassen müssen. Wieso war egal, Fakt war nur, dass sie wieder bei 0 angekommen war. Es war ein Neuanfang von Nöten gewesen, sie hatte sich wieder einmal selbst neu erfinden müssen. Es war ihr nicht so leicht gefallen, wie beim letzten Mal, und doch hatte sie es tun müssen.

Gründe für eine Auszeit gab es wahrlich genug. Sie hatte tatsächlich eine Weile mit dem Gedanken gespielt sich eine Zeit lang an einen sicheren Ort zurückzuziehen und zu schlafen. Vielleicht nur für 1 Jahrhundert oder so, aber einfach so aufgeben war ihr Stil. War er noch nie gewesen, also auch jetzt nicht.

Und genau deswegen hatte sie die andere Option statt Abgeschiedenheit gewählt. San Francisco, eine Stadt die genau wie New York, oder Rom, oder Russland, niemals schlief. Sie hatte an einen Puls der Stadt zurückmüssen um sich wieder lebendig fühlen zu können, sie hatte das Leben selbst wieder auf der Zunge schmecken müssen um den Geschmack all der vergangenen Jahre und Jahrzehnte weg zu bekommen.

Und es war genau die richtige Entscheidung gewesen. Die Last der vergangenen Zeit war für eine Weile von ihren Schultern abgefallen. Sie hatte sich wieder jung gefühlt, unwiderstehlich, war in die Welle der neuen Zeit eingetaucht und hatte sich gleich von Anfang an, pudelwohl gefühlt.

Sie wusste genau, irgendwann würde auch diese Zeit enden und dann würde sie sich schlafen legen müssen. Einfach um ihren Geist die nötige Ruhe zu gönnen, um nicht verrückt zu werden.

Und dann… wenn ihre Zeit erneut gekommen war, würde sie erneut wach werden und wieder leben. Das würde sie solange tun, bis all ihre Lebensjahre, so viele es auch sein mochten, aufgebraucht waren. Vielleicht würde sie so lange wie der Plant leben und mit ihm untergehen.
Sie hoffte inständig, dass sie DAS nicht überleben würde. Denn das wollte sie nicht. Spätestens dann, wenn die Menschheit vom Planteten verschwunden war und nur noch Bilder Zeugnis der einstigen Zivilisation ablegten, wenn sie und nur noch diejenigen die auch von ihrer oder einer anderen Art übrig waren, dann wollte sie mit einem Knall abtreten.

Doch noch war alles in bester Ordnung mit der Menschheit. In ihrer neu erwählten Heimatstadt wuselten sie zu Hauf von A nach B, ohne zu wissen, dass sie und auch andere Raubtiere ganz am Anfang der Nahrungskette unter ihnen wanderten, sich von ihnen nährten und mit ihnen zusammen lebten.

Genau das machte diese Stadt und auch andere so einzigartig. Das bunte Gemisch von hell und dunkel, von böse und gut, von Schmerz und Lust, von Lebensfreude bis zu todebetrübt – alles war dabei. Und sie war nun auch ein kleiner Teil des großen Ganzen, und es fühlte sich gut an. So gut, so perfekt, genau das was sie jetzt brauchte um alte Wunden heilen zu lassen.

Sie hatte sich schnell zurecht gefunden. Sie hatte schnell Anschluss gefunden, da sie ja inzwischen gelernte hatte, wie. Sie hatte sich eingerichtet, hatte sich neu orientiert, hatte ihre Finanzen genau wie ihr Leben geordnet und eigentlich nur noch eine schöne Bleibe in dieser wunderbaren Stadt gesucht. Eine Wohnung, die ihr genau noch das gab, was ihr bisher noch gefehlt hatte.

Das Gefühl zuhause zu sein, eine eigene Heimat zu haben. Einen Ort, der der ihre war, wo sie gerne war.

Danach… würde sie vielleicht erneut damit beginnen sich mit dem Schicksal auseinander zu setzen, was die unerwünschten Gefühle betraf.
Liebe. Leidenschaft. Hingabe. Lust. Freundschaft. Sehnsucht. Glück…

All das, was sie sich bisher nur in sehr geringen Dosen, wenn überhaupt, gestattet hatte. Dazu fehlte ihr zwar nach wie vor der passende Partner, aber alles zu seiner Zeit. Gemach, Gemach, Rom wurde auch nicht in einem Tag errichtet. Eins nach dem anderen, sie würde schon einen passenden Kandidaten für eines oder sogar mehrerer der Gefühle auf ihrer To-do/to-feel-Liste finden.

Und wenn sie ihn oder sie, wer wusste das schon, dann gefunden hatte, dann würde sie alles was sich ihr bot mit offenen Sinnen annehmen und genießen.

Fürs erste würde sie sich erst einmal einen Diamanten unter den Wohnungen anschauen. Der Besichtigungstermin war in einer Stunde. Laut Exposé war die Immobilie ein Knaller. Sie würde sehen, zumindest war sie schon einmal sehr gespannt.

Und dann… sie würde es auf sich zu kommen lassen, sie hatte schließlich noch die gesamte Ewigkeit vor sich.

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2 Re: Seth - Monolog & Vorgeschichte am Di März 18, 2014 2:12 pm

Petrova Doppelgänger
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